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von Christian Burmeister
Im Sommer 2003 entschied ich mich, meinem Leben eine Zäsur zu „verpassen“. Die Wahl fiel auf ein Jahr Freiwilligen-Arbeit in St. Petersburg - in einem Projekt für Straßenkinder. Was mir von Beginn an gefiel: Beim Zirkus Upsala handelt es sich um ein pädagogisches Projekt.
Die Kinder – auch aus stark benachteiligten sozialen Verhältnissen – werden nicht „nur“ mit humanitärer Hilfe in Form von Kleidung und Mahlzeiten versorgt, sie werden langfristig in den familiären Zirkusalltag mit allen Rechten und Pflichten eingebunden, um ihnen – auch durch einen gesicherten Schulabschluss - Perspektiven für die Zukunft zu öffnen.

Was vor über 6 Jahren durch die Initiative von Astrid Schorn mit wenigen Kindern begann, ist heute mit über 50 Kindern und einer Zahl von qualifizierten MitarbeiterInnen zur festen Größe in St. Petersburg geworden.
Ich habe in „meiner“ Zeit (2003/2004), in der ich überwiegend als Hausmeister und Ersatz-Onkel im Einsatz war, unbeschreiblich viel gelernt, verstanden, erlebt – die Eindrücke waren und sind weitaus mehr als nachhaltig!
In welcher Pflicht stehen wir Erwachsenen überall in der Welt Kindern gegenüber – was müssen wir Ihnen bieten? Meine persönliche Antwort: Versorgung, Herausforderungen, Strukturen.

Und zu was müssen wir fähig sein? Zum Grenzen setzen, zu dem was man Liebe nennt und zur Fairness und Aufrichtigkeit unter uns Erwachsenen - ALLES andere machen die Kinder selbst.
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