Der im Jahr 2008 verstorbene TV-Journalist Jens - Uwe Knoch engagierte sich mit ganzem Herzen für eine Jugendstiftung in Rumänien. Von einer seiner vielen Reisen dorthin stammt der folgende Bericht.
Um Jens - Uwe und sein unglaubliches Engagement nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, haben wir uns entschlossen, seinen Artikel weiterhin auf unserer Seite zu veröffentlichen.
von Jens - Uwe Knoch
"Die menschenunwürdigen Zustände in den rumänischen Waisenhäusern nach dem Zusammenbruch des Ceausescu - Regimes habe ich selbst nicht erlebt. Es wurde mir davon erzählt: Im Fernsehen, persönlich von deutschen Freunden und von ehemaligen Waisenkindern selbst. Als ich die Kinder und Jugendlichen kennen lernte, erlebte ich tatkräftige junge Menschen, die es genossen, endlich eigenständig leben zu können.

Ein eigenes Zimmer zu haben - Frei-Raum für sich. Besonders beeindruckt hat mich Nicu, etwa 20 Jahre alt. Er galt unter seinen Kameraden und bei den Betreuern lange als taubstumm. Als wir mit den jungen Leuten musizierten, stand Nicu plötzlich neben mir am Schlagzeug, klopfte mit seinen Händen den Rhythmus und summte leise mit. Nicu wird bis heute nicht müde, trommeln zu üben und hält immer den Takt. Inzwischen spricht er übrigens auch.

Unsere Musikwochen sind jedes Jahr nur ein kleiner Teil der Arbeit, die die Jugendstiftung Lokod in Rumänien leistet. Das Wirken strahlt aus und hilft immer mehr jungen Menschen, mit ihrem Leben klar zu kommen. Und mir persönlich hilft der Aufenthalt in Lokod immer wieder, zu erkennen, was wirklich wichtig ist."
( www.lokod.de )
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