von Jens - Uwe Knoch
Die menschenunwürdigen Zustände in den rumänischen Waisenhäusern nach dem Zusammenbruch des Ceausescu - Regimes habe ich selbst nicht erlebt. Es wurde mir davon erzählt: Im Fernsehen, persönlich von deutschen Freunden und von ehemaligen Waisenkindern selbst. Als ich die Kinder und Jugendlichen kennen lernte, erlebte ich tatkräftige junge Menschen, die es genossen, endlich eigenständig leben zu können.

Ein eigenes Zimmer zu haben - Frei-Raum für sich. Besonders beeindruckt hat mich Nicu, etwa 20 Jahre alt. Er galt unter seinen Kameraden und bei den Betreuern lange als taubstumm. Als wir mit den jungen Leuten musizierten, stand Nicu plötzlich neben mir am Schlagzeug, klopfte mit seinen Händen den Rhythmus und summte leise mit. Nicu wird bis heute nicht müde, trommeln zu üben und hält immer den Takt. Inzwischen spricht er übrigens auch.

Unsere Musikwochen sind jedes Jahr nur ein kleiner Teil der Arbeit, die die Jugendstiftung Lokod in Rumänien leistet. Das Wirken strahlt aus und hilft immer mehr jungen Menschen, mit ihrem Leben klar zu kommen. Und mir persönlich hilft der Aufenthalt in Lokod immer wieder, zu erkennen, was wirklich wichtig ist.
Wir sind sehr traurig über den viel zu frühen Tod
unseres Freundes Jens-Uwe Knoch am 22. April 2008.
Sein unglaubliches Engagement war und wird
Motivation für unsere Arbeit bleiben.
fragile! e.V. der Vorstand
( www.lokod.de )
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