Trist wirkt er von außen, der Plattenbau in Berlin Hellersdorf. So trist, wie auch das Leben der meisten Kinder hier wohl sein muss. Doch hinter der Fassade befindet sich ein Ort der Wärme und Zuneigung: "Die Arche", eine vom evangelischen Pastor Bernd Siggelkow gegründete Einrichtung, in die täglich etwa 250 Kinder kommen. Kinder, die unter Armut, Vernachlässigung und Gewalt leiden. Hier bekommen sie eine warme Mahlzeit, hier hört man ihnen zu, hier finden sie Geborgenheit und Schutz.
Die meisten von ihnen stehen bereits mit wenigen Jahren am gesellschaftlichen Rand. Ihre Eltern sind meist nicht mehr fähig, Verantwortung zu übernehmen, haben sich selbst zum Großteil aufgegeben, lassen sich gehen. Diese Kinder können sich nicht aussuchen, unter welchen Bedingungen sie aufwachsen und sie können an ihrem Leben schwerlich selbständig etwas ändern. Jedes vierte Kind in Berlin lebt unterhalb der Armutsgrenze und der Bezirk Hellersdorf ist in Hinsicht Kinderarmut ein Extremfall.
Es ist erschreckend zu sehen, wie früh sich diese Kinder selbst darum kümmern müssen, etwas Vollwertiges, etwas Warmes zu essen zu bekommen. Siebenjährige, die ihre kleinen, zwei Jahre alten Geschwister mitbringen, auch diese bereits mit abgeklärtem Blick. Das Leben macht hart.
Doch die Kinder kommen nicht nur zum Essen in die "Arche"; die meisten bleiben darüber hinaus. Denn hier werden sie mit ihren Problemen nicht alleine gelassen. Hier werden sie nicht ausgegrenzt.
Die vielen Angebote der "Arche" bieten den Kindern Chancen, auszubrechen aus der Spirale, die sonst viele dazu führen könnte, später auch die eigenen Kinder zu vernachlässigen oder zu misshandeln - von Opfern zu Tätern zu werden. (www.kinderprojekt-arche.de)
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